So zählst du Wörter und Zeichen
Mit diesem Wortzähler kannst du Wörter zählen und Zeichen zählen, ohne etwas zu installieren. Füge deinen Text oben ein, und der Wort- und Zeichenzähler zeigt dir sofort, wie viele Wörter, Zeichen mit und ohne Leerzeichen, Absätze und Normseiten er hat. Die Zahlen ändern sich, während du schreibst oder kürzt.
Als Wort zählt alles, was zwischen zwei Leerzeichen oder Zeilenumbrüchen steht und mindestens einen Buchstaben oder eine Ziffer enthält. Ein Wort mit Bindestrich wie „E-Mail-Adresse“ ist deshalb ein Wort, und eine Zahl wie 2024 zählt ebenfalls als Wort. Ein allein stehender Strich oder ein Aufzählungszeichen zählt nicht mit.
Zeilenumbrüche zählen nicht als Zeichen. Leerzeichen, Satzzeichen und Ziffern zählen dagegen mit. Einen neuen Absatz zählt das Tool dort, wo zwischen zwei Textblöcken eine Leerzeile steht. Zählt nur ein Teil deiner Arbeit zum Umfang, füge auch nur diesen Teil ein, zum Beispiel ein einzelnes Kapitel oder den Fließtext ohne Deckblatt.
Zeichen mit und ohne Leerzeichen
Der Zeichenzähler zeigt dir zwei Zahlen. Zeichen mit Leerzeichen umfassen alle Buchstaben, Ziffern, Satzzeichen und Leerzeichen deines Textes. Zeichen ohne Leerzeichen lassen die Leerzeichen weg, diese Zahl ist also kleiner.
Spricht die Vorgabe für deine Hausarbeit oder Abschlussarbeit nur von Zeichen, sind meist Zeichen mit Leerzeichen gemeint. Oft steht es ausdrücklich dabei, etwa „Umfang: 40.000 Zeichen inklusive Leerzeichen“. Steht nichts dabei, frag lieber nach. Bei einer längeren Arbeit kann der Unterschied zwischen beiden Zahlen mehrere Normseiten ausmachen.
Wie viele Zeichen hat eine Normseite?
Eine Normseite hat üblicherweise 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen, also 30 Zeilen mit je 60 Zeichen. Anders als eine Seite in Word ist sie unabhängig von Schriftart und Seitenrändern. Der Wortzähler rechnet so: Zeichen mit Leerzeichen geteilt durch 1.800, gerundet auf eine Nachkommastelle.
Eine feste Regel für alle Hochschulen ist das aber nicht. Manche Lehrstühle geben den Umfang in Seiten mit bestimmter Schrift, Schriftgröße und Zeilenabstand an, andere in Wörtern oder in Zeichen. Was für deine Arbeit gilt, steht in der Prüfungsordnung, im Modulhandbuch oder in den Hinweisen deines Lehrstuhls. Ist die Angabe unklar, frag deine Betreuung, bevor du kürzt oder ergänzt.
Auch was mitzählt, ist unterschiedlich geregelt: Verzeichnisse und Anhang sind oft ausgenommen, Fußnoten mal ja und mal nein.
Wie viele Wörter hat eine Seite?
Als Faustregel hat eine Normseite rund 250 Wörter. Die Rechnung dahinter ist einfach: Nimmt man etwa sieben Zeichen pro Wort an, das folgende Leerzeichen eingeschlossen, ergeben 1.800 geteilt durch 7 gut 250 Wörter.
Mehr als eine Faustregel ist das nicht. Ein Text mit vielen langen Fachwörtern wie „Forschungsdatenmanagement“ bringt weniger Wörter auf die Seite, ein Text mit kurzen Wörtern mehr. Auf einer Seite in Word hängt die Zahl außerdem vom Layout ab, also von Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand und Rändern. Je nach Einstellung fasst eine Word-Seite mehr oder weniger Text als eine Normseite.
Für eine genaue Zahl rechne nicht um, sondern füge deinen eigenen Text ein.
Wörter zählen in Word und Google Docs
In Word klickst du auf Überprüfen › Wörter zählen. Das Fenster zeigt Seiten, Wörter, Zeichen ohne und mit Leerzeichen, Absätze und Zeilen. Mit einem Häkchen legst du fest, ob Textfelder, Fuß- und Endnoten mitgezählt werden. Unten in der Statusleiste siehst du die Wortzahl laufend.
In Google Docs findest du die Funktion unter Tools › Wörter zählen, oder du drückst Strg+Umschalt+C, auf dem Mac Cmd+Umschalt+C. Kopfzeilen, Fußzeilen und Fußnoten zählt Google Docs nicht mit. Setzt du das Häkchen bei „Wortzahl beim Tippen anzeigen“, bleibt die Zählung unten links eingeblendet.
Die Zahlen aus Word, Google Docs und diesem Zeichenzähler können leicht abweichen, weil jedes Programm Striche und Sonderzeichen etwas anders behandelt. Liegst du knapp an der Grenze, prüf die Zahl in dem Programm, aus dem du abgibst.
Interviews im Anhang deiner Arbeit
Führst du für deine Bachelor- oder Masterarbeit Interviews, kommen die vollständigen Transkripte in der Regel in den Anhang. Der Anhang zählt meist nicht zum vorgegebenen Umfang, die Zitate, die du im Text verwendest, dagegen schon. Prüf trotzdem die Vorgaben, denn manche Prüfungsordnungen regeln den Anhang eigens.
Plane deshalb früh, welche Passagen du wörtlich zitierst und welche du zusammenfasst. Lange Zitate kosten schnell viele Zeichen, die dir für die eigene Auswertung fehlen.
- Zitiere kurz und gezielt im Text, und verweise auf die Zeile oder Zeitmarke im Transkript.
- Leg jedes vollständige Transkript einzeln in den Anhang.
- Wie du deine Aufnahmen schneller abtippst, erfährst du unter Audio in Text umwandeln.
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