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Transkriptionsregeln nach Dresing und Pehl: einfach und erweitert

Aktualisiert am 11. Oktober 2026 · 10 Min. Lesezeit · Von Spire Light

Transkriptionsregeln legen fest, wie du eine Aufnahme, etwa ein Interview, in Text überträgst: was du wörtlich übernimmst, was du glättest und mit welchen Zeichen du Pausen, Betonungen, Lachen oder unverständliche Stellen markierst. Viele Haus- und Abschlussarbeiten im deutschsprachigen Raum stützen sich auf die Regeln von Thorsten Dresing und Thorsten Pehl, Arbeiten in der Gesprächsanalyse auf das System GAT 2.

Was sind Transkriptionsregeln und wozu brauchst du sie?

Gesprochene Sprache lässt sich auf viele Arten aufschreiben. Schreibst du „ähm“ mit? Wird aus „hamma“ „haben wir“? Wie markierst du eine lange Pause oder ein Lachen? Ohne Regeln entscheidest du das jedes Mal neu, und am Ende sieht jedes Transkript anders aus. Regeln machen die Verschriftlichung einheitlich und für andere nachvollziehbar, auch für alle, die deine Zitate später prüfen.

Ein Transkript ist nie eine vollständige Kopie des Gesprächs. Jedes Regelsystem entscheidet, welche Informationen erhalten bleiben. Wie genau du transkribierst, hängt deshalb von deiner Analyse ab. Wenn dich der Inhalt interessiert, etwa für eine qualitative Inhaltsanalyse, halten Dresing und Pehl ein Transkript für angemessen, das den Inhalt in den Vordergrund stellt. Wenn du untersuchst, wie etwas gesagt wird, brauchst du ein feineres System.

Im Methodenteil nennst du das Regelsystem mit Quelle und Auflage und beschreibst, was du ergänzt oder weggelassen hast. Die vollständige Liste deiner Regeln legst du in den Anhang.

Einfache und erweiterte Transkription nach Dresing und Pehl

Dresing und Pehl veröffentlichen ihre Regeln im Praxisbuch Interview, Transkription & Analyse, das sie kostenlos als PDF auf ihrer Website anbieten. Ihr System geht auf Regeln zurück, die Udo Kuckartz und Kollegen (2008) bewusst einfach gehalten haben: Sie glätten die Sprache und stellen den Inhalt in den Vordergrund. Die aktuelle 9. Auflage (2024) enthält das „Regelsystem für die inhaltlich-semantische Transkription (2023)“: fünf Grundregeln für die einfache Transkription und Module zur Erweiterung, die du einzeln oder alle zusammen wählst, je nachdem, was deine Forschungsfrage verlangt.

Einfach: die fünf GrundregelnErweitert: Module zur Erweiterung
Passt, wennes dir um den Inhalt des Gesagten gehtauch zählt, wie etwas gesagt wird
WortlautJedes Wort aufschreiben, auch wenn der Satz falsch klingt; Dialekt und Verschleifungen dem Schriftdeutsch annähernZusätzlich Wort- und Satzabbrüche mit / markieren und Wortdoppelungen immer notieren
PausenDeutliche Pausen ab drei Sekunden: (...)Nach Länge gestuft: (.), (..) und (...) für etwa eine bis drei Sekunden, längere mit Sekundenzahl, etwa (5)
Kurze Laute„hm“, „ja“ oder „genau“ nur, wenn sie eine Frage beantwortenRezeptionssignale und Fülllaute wie „ähm“ von allen Personen, „hm“ mit Deutung, etwa (bejahend); Rückmeldungen der interviewenden Person nur, wenn sie den Redefluss unterbrechen
Gleichzeitiges SprechenJeder Redebeitrag in einem eigenen Absatz, auch kurze AntwortenÜberlappungen werden mit // markiert

In beiden Varianten schreibst du besonders betonte Wörter in VERSALIEN, notierst Lachen, Seufzen oder Weinen in Klammern und kennzeichnest Unverständliches mit (unv.).

Verweist dein Institut noch auf die 8. Auflage (2018), heißen die beiden Stufen dort „inhaltlich-semantische“ und „erweiterte inhaltlich-semantische Transkription“, die Grundregeln sind ausführlicher, und Zeitmarken am Ende jedes Absatzes gehören dazu. Die Zeichen sind dieselben. Gib im Methodenteil an, nach welcher Auflage du transkribierst und welche Module du nutzt.

Die wichtigsten Transkriptionsregeln im Überblick

Diese Regeln findest du in ähnlicher Form in vielen einfachen Regelsystemen. Wo Dresing und Pehl ein bestimmtes Zeichen vorgeben, steht es dabei.

  • Wörtlich: Du schreibst auf, was gesagt wurde, nicht sinngemäß und nicht zusammengefasst. Auch grammatisch falsche Sätze bleiben, wie sie gesprochen wurden.
  • Dialekt leicht geglättet: Verschleifungen wie „hamma“ werden zu „haben wir“, Dialekt wird dem Schriftdeutsch angenähert. Gibt es keine eindeutige Übersetzung, bleibt das Wort stehen. Bei Interviews auf Schweizerdeutsch oder in einem österreichischen Dialekt frag deine Betreuung, wie viel davon erhalten bleiben soll; manche Institute haben eigene Merkblätter zur Transkription.
  • Wortabbrüche: Mit dem Modul zur Erweiterung markierst du sie mit Schrägstrich: „Das war ziemlich cha/ chaotisch.“ Die Grundregeln sehen dafür kein Zeichen vor.
  • Pausen: Einfach markierst du deutliche Pausen ab etwa drei Sekunden mit (...), erweitert stufst du nach Länge ab.
  • Betonung: Besonders betonte Wörter stehen in VERSALIEN: „Das war mir SEHR wichtig.“
  • Lautäußerungen: Lachen, Seufzen oder Weinen notierst du in Klammern, etwa (lacht). Kurze Signale wie „hm“ oder „ja“ der zuhörenden Person lässt du weg, solange sie den Redefluss nicht unterbrechen. Sind sie die Antwort auf eine Frage, schreibst du sie auf.
  • Unverständliches: Unverständliche Wörter kennzeichnest du mit (unv.), einen vermuteten Wortlaut mit Fragezeichen in Klammern, etwa (Mentorin?).
  • Sprecherkürzel: Jeder Redebeitrag bekommt einen eigenen Absatz mit Kürzel und Doppelpunkt, I: für die interviewende und B: für die befragte Person. Bei mehreren Befragten nummerierst du: B1:, B2:.
  • Zeitmarken: In der 9. Auflage gehören sie nicht mehr zu den Regeln. Dresing und Pehl halten sie trotzdem für nützlich, weil du damit in Transkriptions- oder Analysesoftware zur passenden Stelle der Aufnahme springst. Zum Zitieren nutzt du Absatz- oder Zeilennummern.
  • Anonymisierung: Namen, Orte, Arbeitgeber und andere Angaben, die eine Person erkennbar machen, ersetzt du durch Platzhalter wie [Name der Schule] oder durch erfundene Namen. Kuckartz und Rädiker (2022) behandeln die Anonymisierung als eigenen Schritt der Datenvorbereitung. Ein pseudonymisiertes Transkript ist trotzdem nicht anonym, solange sich die Angaben einer Person zuordnen lassen, und die Aufnahme ist es nie, weil die Stimme die Person identifiziert.

Kuckartz, GAT 2 und andere Regelsysteme

Udo Kuckartz und Stefan Rädiker behandeln in Qualitative Inhaltsanalyse. Methoden, Praxis, Computerunterstützung (2022) Transkription und Anonymisierung als erste Schritte der Datenvorbereitung vor der Analyse mit QDA-Software. Die 6. Auflage von 2024 geht auch auf die automatische Transkription ein. Wenn du deine Interviews nach Kuckartz und Rädiker auswertest, liegt es nahe, auch ihre Hinweise zur Transkription zu nutzen. Welches einfache System du wählst, ist weniger wichtig, als dass du es nennst und einheitlich anwendest.

Für die Gesprächsanalyse und die linguistische Gesprächsforschung ist im deutschsprachigen Raum das Gesprächsanalytische Transkriptionssystem GAT 2 (Selting et al. 2009) verbreitet. Es hält fest, wie gesprochen wird, im Basis- und Feintranskript etwa Akzente und Tonhöhenbewegungen. GAT 2 kennt drei Ausbaustufen: Minimal-, Basis- und Feintranskript. Der Text steht in Kleinschreibung, weil Großbuchstaben für Akzente reserviert sind. Pausen werden gemessen oder geschätzt, von der Mikropause (.) bis zu Angaben in Sekunden wie (2.0), und Überlappungen stehen in eckigen Klammern.

Laut Selting und Kollegen reicht das Minimaltranskript für viele sozialwissenschaftliche Zwecke, etwa die Inhaltsanalyse von Interviews. Wenn deine Betreuung GAT 2 verlangt, frag nach, welche Stufe gemeint ist. Ein automatischer Entwurf liefert dir dafür höchstens den Wortlaut, alles Weitere transkribierst du von Hand.

Ein Interview transkribieren: Ablauf in sechs Schritten

  1. 1

    Regelsystem wählen und festhalten

    Entscheide dich für ein System und eine Auflage und schreib auf einer Seite fest, welche Regeln und Zeichen du nutzt. Diese Liste legst du beim Transkribieren neben dich.
  2. 2

    Kopf anlegen

    Notiere oben im Dokument Interviewnummer oder Pseudonym, Datum, Dauer, Ort oder Format, etwa online, und wer transkribiert hat.
  3. 3

    Rohfassung erstellen

    Tippe das Gespräch ab oder erstelle einen automatischen Entwurf, wenn deine Hochschule das erlaubt.
  4. 4

    Korrekturhören

    Hör die gesamte Aufnahme noch einmal und vergleiche Satz für Satz. Ergänze dabei Pausen, Betonungen, Lautäußerungen und unverständliche Stellen nach deinen Regeln und prüf jeden Sprecherwechsel.
  5. 5

    Anonymisieren

    Ersetze Namen und andere identifizierende Angaben. Die Liste, welcher Platzhalter wofür steht, bewahrst du getrennt und geschützt auf.
  6. 6

    Nummerieren und sicher speichern

    Füge Absatz- oder Zeilennummern ein, benenne die Datei ohne Klarnamen und speichere sie dort, wo deine Hochschule es vorsieht.

Wie lange dauert es, ein Interview zu transkribieren?

Die Dauer hängt von deiner Tippgeschwindigkeit ab, von der Aufnahmequalität, der Zahl der Sprechenden, dem Dialekt und vor allem vom Regelsystem. Erweitert transkribieren dauert länger als einfach, ein GAT-Feintranskript ein Vielfaches davon. Dresing und Pehl nennen im Praxisbuch Erfahrungswerte für die Planung, betonen aber, dass sich ein pauschaler Wert schwer angeben lässt.

Verlässlicher ist ein Test mit deinem eigenen Material. Transkribiere zehn Minuten einer echten Aufnahme nach deinen Regeln, einschließlich Korrekturdurchgang, und stopp die Zeit. Rechne das auf die Gesamtlänge deiner Interviews hoch und plane Puffer und Pausen ein, denn niemand transkribiert stundenlang konzentriert am Stück. Mit einem automatischen Entwurf machst du denselben Test für die Korrektur: Wie lange brauchst du, um zehn Minuten Entwurf mit der Aufnahme abzugleichen und nach deinen Regeln zu überarbeiten?

Automatisch transkribieren und nach deinen Regeln korrigieren

Dresing und Pehl (2024) halten automatische Spracherkennung seit etwa 2022 auch für qualitative Interviews für brauchbar, nennen aber Grenzen: starken Dialekt wie Schweizerdeutsch, mehrere Personen, die gleichzeitig sprechen, und laute Umgebungen. Korrektur ist immer nötig. Ein automatischer Entwurf ist außerdem noch kein Transkript nach Dresing und Pehl oder GAT 2. Du musst ihn vollständig mit der Aufnahme abgleichen und die Notation selbst ergänzen.

Dresing und Pehl (2024) nennen in ihrer Datenschutz-Checkliste außerdem zwei Punkte, die vor den Interviews feststehen müssen: Wer die Transkription extern vergibt, auch an einen automatischen Dienst, braucht eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter, und die Weitergabe muss schon in der Einwilligungserklärung stehen. Gespeichert werden sollen die Aufnahmen nach ihrer Checkliste in der EU oder im EWR. Kläre das mit der oder dem Datenschutzbeauftragten deiner Hochschule.

Bevor du Interviews in ein Online-Tool lädst, kläre die Regeln deiner Hochschule. Eine Stimme identifiziert die sprechende Person, deshalb enthält eine Aufnahme auch ohne Namen personenbezogene Daten. Spirelight bietet keinen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) an; abschließen würde ihn deine Hochschule, nicht du. Die Transkription läuft auf EU-Servern, Dateien liegen bei Google Firebase in den USA, KI-Funktionen laufen über OpenAI in den USA. Das muss in der Einwilligungserklärung und den Informationen für deine Teilnehmenden stehen und, falls deine Hochschule ein Ethikvotum verlangt, auch im Antrag.

Wo deine Hochschule es erlaubt, kannst du in Spirelight Student Audio transkribieren. Die Spracherkennung kommt von AssemblyAI. Vor dem Start wählst du „Cleaned up“ (geglättet) oder „Word for word“ (wörtlich). Ob die wörtliche Variante bei deutschen Aufnahmen Fülllaute wie „äh“ und „ähm“, Wiederholungen und Wortabbrüche mitschreibt, ist nicht zugesagt; rechne damit, dass du sie beim Korrekturhören selbst ergänzt, wenn deine Regeln sie verlangen. Du bekommst einen Entwurf mit Sprechererkennung und Zeitmarken, benennst die Sprecher in I und B um und korrigierst den Text im Editor beim Anhören. Der Word-Export setzt über jeden Absatz den Sprecher sowie Beginn und Ende des Abschnitts, etwa [4:12 - 4:31].

Die Regeln von Dresing und Pehl oder GAT 2 setzt Spirelight nicht automatisch um. Pausenzeichen wie (...), (lacht), VERSALIEN, (unv.) und Überlappungen mit // fügst du beim Korrekturhören selbst ein, ebenso die Platzhalter für die Anonymisierung. „Word for word“ ist nicht dasselbe wie die erweiterte Transkription und „Cleaned up“ nicht dasselbe wie die einfache. Prüf Dialekt, Füllwörter und Wiederholungen gegen deine Regeln, dazu Namen, Fachbegriffe und jeden Sprecherwechsel. Der Editor ist vorerst auf Englisch.

Erfundenes Beispiel: ein Ausschnitt in beiden Varianten

Der folgende Ausschnitt aus einem Interview zum ersten Schulpraktikum ist erfunden. Er folgt der 9. Auflage von Dresing und Pehl (2024), einmal mit allen Modulen zur Erweiterung und einmal nur nach den fünf Grundregeln.

Erfundenes Beispiel: erweiterte Transkription

I: Wie war die erste Woche für dich?

B: Ähm (..) also ehrlich gesagt war das ziemlich cha/ chaotisch. Ich habe, ich habe die ersten Tage nur im Lehrerzimmer gesessen und dachte, ich bin hier FALSCH. (lacht) Bis mich meine Mentorin dann mit in ihre //Klasse genommen hat.//

I: //Deine Mentorin?//

B: Ja, genau. (...) Ab da ging es.

Erfundenes Beispiel: einfache Transkription desselben Ausschnitts

I: Wie war die erste Woche für dich?

B: Also ehrlich gesagt war das ziemlich chaotisch. Ich habe die ersten Tage nur im Lehrerzimmer gesessen und dachte, ich bin hier FALSCH. (lacht) Bis mich meine Mentorin dann mit in ihre Klasse genommen hat.

I: Deine Mentorin?

B: Ja, genau. (...) Ab da ging es.

In der erweiterten Fassung siehst du das Zögern vor der Antwort, den Wortabbruch, die Wiederholung und die Überlappung. In der einfachen bleiben der Inhalt, die Betonung, das Lachen und die Pause von etwa drei Sekunden erhalten, und der Text lässt sich leichter lesen und zitieren. Für eine Inhaltsanalyse reicht in der Regel die einfache Fassung.

Das Transkript im Anhang deiner Arbeit

Welche Transkripte in den Anhang gehören und in welcher Form, regeln dein Institut und deine Prüfungsordnung. Manche erwarten alle Transkripte im gedruckten Anhang, andere eine Datei auf einem Datenträger. Frag nach, bevor du formatierst. Diese Angaben gehören zu jedem Transkript:

  • ein Kopf mit Interviewnummer oder Pseudonym, Datum, Dauer und Format sowie dem Regelsystem mit Auflage;
  • durchgehende Absatz- oder Zeilennummern: Nach Dresing und Pehl sind für inhaltsanalytische Arbeiten Absatznummern üblich, für Gesprächsanalysen Zeilennummern, und in Word fügst du Zeilennummern über das Menü Layout ein;
  • die anonymisierte Fassung, ohne Klarnamen auch im Dateinamen;
  • deine Transkriptionsregeln als Liste, vor den Transkripten oder im Methodenteil.

Im Text zitierst du mit Fundstelle, zum Beispiel (B3, Abs. 12) oder (Interview 2, Z. 41–42). Bleib bei einer Schreibweise und erkläre sie beim ersten Zitat. Wenn du deine Interviews noch planst, hilft dir der Ratgeber zum Interviewleitfaden; wenn die Transkripte fertig sind, geht es mit der Codierung weiter.

Häufige Fragen

Was sind Transkriptionsregeln?
Transkriptionsregeln legen fest, wie du eine Aufnahme in Text überträgst: was du wörtlich übernimmst, was du glättest und mit welchen Zeichen du Pausen, Betonungen, Lachen oder unverständliche Stellen markierst. Sie machen Transkripte einheitlich und nachvollziehbar. Verbreitet sind die Regeln von Dresing und Pehl und für die Gesprächsanalyse GAT 2.
Was ist der Unterschied zwischen einfacher und erweiterter Transkription?
Bei Dresing und Pehl stellt die einfache Transkription den Inhalt in den Vordergrund: Du schreibst jedes Wort auf, näherst Dialekt dem Schriftdeutsch an und markierst Pausen erst ab etwa drei Sekunden. Die erweiterte hält zusätzlich fest, wie gesprochen wird, etwa Wortabbrüche mit Schrägstrich, nach Länge gestufte Pausen, Fülllaute wie „ähm“ und Überlappungen mit //. In der aktuellen 9. Auflage (2024) sind die Erweiterungen Module, die du einzeln auswählen kannst.
Wie lange dauert es, ein Interview zu transkribieren?
Das hängt von Tippgeschwindigkeit, Aufnahmequalität, Zahl der Sprechenden und vor allem vom Regelsystem ab; feine Systeme wie GAT 2 dauern ein Vielfaches. Am verlässlichsten planst du mit einem Test: Transkribiere zehn Minuten deiner eigenen Aufnahme nach deinen Regeln, einschließlich Korrektur, stopp die Zeit und rechne auf alle Interviews hoch. Mit einem automatischen Entwurf testest du ebenso, wie lange die Korrektur dauert.
Darf ich mein Interview automatisch transkribieren lassen?
Das entscheidet deine Hochschule. Eine Interviewaufnahme enthält personenbezogene Daten, weil die Stimme die Person identifiziert. Dresing und Pehl (2024) weisen darauf hin, dass eine externe Verarbeitung wie die automatische Transkription eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung voraussetzt und in der Einwilligungserklärung genannt sein muss. Spirelight bietet keinen Auftragsverarbeitungsvertrag an. Die Transkription läuft auf EU-Servern, Dateien liegen bei Google Firebase in den USA, KI-Funktionen laufen über OpenAI in den USA. Wo deine Hochschule es erlaubt, ist ein automatischer Entwurf ein guter Start, den du vollständig mit der Aufnahme abgleichst und nach deinen Transkriptionsregeln korrigierst.

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